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Corona-Regeln in Hamburg - Stand 26.05.2020

Der Hamburger Senat hat heute weitere Lockerungsschritte in der Corona-Krise beschlossen. Die Regelungen betreffen vor allem die Bereiche Sport, Fitness, Freibäder, Freizeit, Kultur und Seniorenarbeit. Voraussetzungen für alle Maßnahmen sind Hygienekonzepte, die von den jeweiligen Betreibern vorgelegt werden müssen sowie das Einhalten der Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern und die Datenerfassung der Besucher und Gäste für eine mögliche Kontaktnachverfolgung im Falle eines Infektionsgeschehens. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen sind weiterhin einzuhalten. Die meisten Lockerungen gelten bereits ab morgen.

Mit der neuen Rechtsverordnung geht Hamburg eine weitere Stufe zurück in ein normales öffentliches Leben. Hierbei können unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes Einrichtungen aus den Bereichen Sport und Kultur wie Fitnessstudios, Freibäder und Kinos wieder öffnen. Aber auch für das soziale Miteinander wichtige Einrichtungen wie die Seniorentreffs in den Bezirken dürfen ihre Türen wieder öffnen. Seit gestern bekommen auch die Schülerinnen und Schüler der bislang fehlenden Klassenstufen wenigstens einmal pro Woche mindestens fünf oder sechs Unterrichtsstunden im schulischen Präsenzunterricht. 

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: „Es werden weiterhin täglich 4000 Tests gemacht, aber immer weniger Infektionen gefunden. Die Zahl der Neuerkrankten ist stabil im unteren einstelligen Bereich. Die Kliniken leeren sich. Das lässt weitere Lockerungen zu. Das Coronavirus ist jedoch nicht verschwunden. Deshalb sind weiter das Abstandsgebot, Hygienemaßnahmen sowie Kontaktbeschränkungen einzuhalten. Die weiteren Lockerungsmaßnahmen sollen nicht dazu führen, dass wir sie wegen steigender Infektionszahlen zurücknehmen und die Freiheit wieder einschränken müssen.“

Kinos und Planetarien

Kinos können wieder öffnen, wenn sie geeignete Hygienekonzepte umsetzen und das Abstandsgebot einhalten. Auch die Kino-Gastronomie darf ihren Betrieb dann wieder aufnehmen. Und auch das Planetarium im Hamburger Stadtpark darf wieder Reisen zu entfernten Galaxien und Planeten anbieten. Auch in Kinos und Planetarien gilt grundsätzlich der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Besucherinnen und Besuchern. Die Kontaktdaten müssen auch in diesen Einrichtungen erhoben werden, es gilt ebenfalls, dass die Häuser Hygiene- und Schutzkonzepte entwickeln und vorlegen. Entsprechende Konzepte werden jetzt von den Einrichtungen erarbeitet. Danach wird sich richten, wann welche Einrichtungen und Angebote wieder öffnen werden.

Live-Kulturveranstaltungen und Autokino-Konzerte

Großveranstaltungen sind zwar bis Ende August weiterhin grundsätzlich untersagt, doch schon bald dürfen Live-Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 50 Personen stattfinden. Eine Genehmigung muss zuvor eingeholt werden. Der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden. Auch Konzerte im Autokino unter freiem Himmel sind ab morgen erlaubt. Fenster und Türen müssen bei einem Besuch geschlossen bleiben, die Musik wird über das UKW-Radio im Auto gehört, Applaus kann per Lichthupe oder Blinker gespendet werden. 

Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche sowie für Obdach- und Wohnungslose

Kinder und Jugendliche, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden und Hilfe bei der Bewältigung von persönlichen Krisen und Konflikten benötigen, können wieder an Angeboten der Jugendhilfe teilnehmen. 

Ebenso können Tagestreffpunkte für Hamburgs Obdach- und Wohnungslose wieder konkrete Überlebenshilfe und praktische Hilfen anbieten. Dazu gehören beispielsweise Mahlzeiten, Kleidung, Gelegenheit zum Duschen und Waschen von Wäsche, Einrichten von Postadressen, soziale Beratung und Weitervermittlung an andere Einrichtungen und zu einer ärztlichen Versorgung. 

Fitness- und Sportstudios, Yogastudios, Tanzschulen, Indoor-Spielplätze

Ab morgen darf unter besonderen Bedingungen und Hygienevorschriften in Fitness- und Sportstudios sowie Yogastudios wieder trainiert werden. Auch Tanzschulen und Indoor-Spielplätze dürfen öffnen. Beim Gewichte stemmen, dem Trainieren an der Ruderzugmaschine, beim Aerobic-Kurs, auf der Yogamatte, beim Tanzen oder an Spielgeräten muss jedoch ein Abstand von 2,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Weil beim Trainieren die Transpiration und die Atemfrequenz erhöht sind und damit ein höheres Risiko der Tröpfcheninfektion gegeben ist, dient der erhöhte Abstand dem Infektionsschutz der Besucherinnen und Besucher. Die Trainingsgeräte in den Einrichtungen müssen entsprechend weit voneinander entfernt platziert und nach jedem Gebrauch gereinigt werden. 

Wellness- und Saunabereiche bleiben aus Gründen des Infektionsschutzes geschlossen. Nach dem Sport kann einzeln geduscht werden. Eine gemeinschaftliche Nutzung der Duschen und Umkleiden ist nicht erlaubt. Ohnehin gilt für alle Fitness- und Sporteinrichtungen gleichermaßen die Pflicht, bei Krankheitssymptomen beziehungsweise Symptomen einer Atemwegsinfektion der Einrichtung fern zu bleiben. 

Hamburg eröffnet die Badesaison 

Ab dem 2. Juni 2020 dürfen die Freibäder wieder öffnen. Auch für die Badegäste gelten besondere Regeln. Sowohl im Schwimmbecken als auch beim Anstehen am Sprungturm oder auf der Liegewiese – es gilt, einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Umkleide- und Duschräume dürfen nicht gemeinschaftlich genutzt werden. Jedes Freibad muss ein eigenes Hygiene- und Schutzkonzept erstellen und vorlegen. Die Freibad-Kioske dürfen ebenfalls öffnen – hier gelten die Regeln für den Gastronomiebereich. 

Seniorentreffpunkte

In Hamburgs insgesamt 82 von der Stadt geförderten Seniorentreffs dürfend wieder Kurse, Informationsabende und Gruppenangebote mit einem festen Teilnehmerkreis stattfinden. Neben den allgemeinen Hygienemaßnahmen gelten zum Schutz der älteren Menschen weitere Regeln: In geschlossenen Räumen müssen alle Besucherinnen und Besucher eine Mund-Nasendeckung tragen, es sei denn, gesundheitliche Gründe lassen dies nicht zu. Auch gemeinsame Bewegungsangebote sind möglich – wegen erhöhter Atemfrequenz und dem damit höheren Risiko einer Übertragung durch Tröpfcheninfektion jedoch nur im Freien und mit einem Abstand von mindestens drei Metern.

Dazu sagt Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks: „Die Seniorentreffs mit ihren offenen und größtenteils kostenlosen Angeboten sind wichtig, gerade für alleinlebende Menschen mit geringen Renten. Sie bieten im Quartier Möglichkeiten für Kontakte, Begegnung und Engagement sowie ein buntes Programm aus Geselligkeit, Kultur, Sprachen, Sport und Bewegung, Gesundheit, neue Medien und Internet, Ausflüge, Vorträge und Information. Besonders für ältere, alleinstehende Menschen in Hamburg war es in den vergangenen Wochen deshalb nicht einfach, auf diese Angebote und ihre sozialen Kontakte im unmittelbaren Lebensumfeld verzichten zu müssen. Obgleich die getroffenen Schutzmaßnahmen der vergangenen Wochen notwendig waren, freue ich mich, dass die Seniorentreffs unter besonderen Auflagen nun wieder ihre Türen öffnen können.“

Für Pflegeheime gilt nach wie vor, dass ein Besuch für eine Stunde in der Woche ermöglicht werden muss, aber drei Stunden zulässig sind.

„Ich würde mich freuen, wenn mehr Pflegeheime von dieser erweiterten Besuchsregelung Gebrauch machen würden“, sagt Prüfer-Storcks.

Religiöse Veranstaltungen unter freiem Himmel

Auch religiöse Veranstaltungen unter freiem Himmel sind fortan wieder möglich – mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern und dem Vorlegen eines entsprechenden Hygiene- und Schutzkonzeptes. 

Glücksspiel und Wetten

Hamburgs Spielhallen und Wettvermittlungsstellen dürfen wieder öffnen. Voraussetzung ist die Vorlage eines jeweiligen Hygienekonzepts. Auch in Spielhallen und Vermittlungsstellen gilt ein Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern. Zusätzlich gilt: Darüber hinaus sind sie zusätzlich durch Trennwände abzugrenzen. Die Betreiber sind angehalten, die Daten der Besucher zwecks Nachverfolgung bei einem möglichen Infektionsgeschehen aufzunehmen. Eine diesem Zweck entfremdete, anderweitige Nutzung der zu erhebenden Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher ist unzulässig. Ohnehin gilt, dass die Daten ausschließlich für die Nachverfolgung im Falle einer Coronavirus-Infektion erhoben werden dürfen. 

Verkaufsverbot von Alkohol 

Im Einzelfall kann die Polizei einen Verkauf von alkoholischen Getränken zum Mitnehmen an Kiosken und ähnlichen Verkaufsstellen untersagen, wenn es vor diesen Einrichtungen zu größeren Menschen-Ansammlungen und gemeinsamen Alkoholkonsum kommt, bei denen die Abstandsregelungen nicht mehr gewahrt und der Infektionsschutz nicht mehr gewährleistet ist. Dies betrifft nicht nur einzelne Verkaufsstellen, sondern kann auch kleine Gebiete, wie beispielsweise mehrere zusammenhängende Straßen, betreffen.

Die Hamburger Rechtsverordnung bietet eine neue übersichtliche Auflistung nach Branchen, um eine schnelle Orientierung zu ermöglichen. Sie ist bis zum 30. Juni 2020 gültig und unter folgendem Link zu finden: https://www.hamburg.de/allgemeinverfuegungen/

Aktuell neue Fälle von COVID-19-Infektionen und Zahl der Genesenen

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4.700 der zuvor mit dem Sars-CoV-2-Virus positiv getesteten und gemeldeten Personen als genesen betrachtet werden. Die Gesundheitsbehörde geht demnach derzeit von rund 120 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus. Seit der gestrigen Meldung wurden von den Gesundheitsämtern in Hamburg 3 weitere Fälle von Erkrankungen mit COVID-19 bestätigt. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle liegt damit bei 5.064. 

Nach den Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Hamburg 241 Personen mit einer COVID-19-Infektion verstorben. Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin konnte zum jetzigen Stand bei 217 Personen die COVID-19-Infektion als todesursächlich festgestellt werden. 

Aktuelle Fälle von COVID-19 in der stationären Versorgung

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Hamburger Krankenhäuser sehr gut für die Behandlung von Erkrankten mit einer Coronavirus-Infektion aufgestellt. Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 36 Personen mit Wohnort Hamburg aufgrund einer Erkrankung mit COVID-19 in stationärer Behandlung, davon werden 14 Personen intensivmedizinisch betreut. Es ist nach wie vor erkennbar, dass die Zahlen sowohl im stationären Bereich als auch auf der Intensivstation seit Tagen kontinuierlich rückläufig sind. 

Auf einen Blick: Corona-Zahlen auf der offiziellen Website der Stadt Hamburg
Eine Übersicht mit allen wichtigen Zahlen zum Thema Corona in Hamburg sind unter folgendem Link zu finden: www.hamburg.de/corona-zahlen.

 

Rückfragen von Bürgerinnen und Bürgern

  • Offizielle Corona-Informationen des Hamburger Senats 
    Auf der Website www.hamburg.de/corona finden Sie amtliche Anordnungen, Hilfen und Angebote sowie wichtige Telefonnummern und Kontakte. Unter dem Punkt „FAQ“ finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus in Hamburg.
  • Corona-Hotline der Freien und Hansestadt Hamburg
    Allgemeine Fragen zum Coronavirus werden unter der Hotline 040 428 284 000 beantwortet. Diese ist 24 Stunden an sieben Tagen erreichbar.

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13. Mai 2020

 

Die Gefahr der Ansteckung mit dem Corona-Virus ist verringert, aber nicht gestoppt. Damit wir die bisherigen Erfolge nicht kaputtmachen, müssen alle weiterhin aufeinander achten und die Regeln des Infektionsschutzes beachten:  

  • Wer sich an öffentlichen Orten aufhält, muss zu anderen einen Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten. 
  • Grundlegende Kontaktbeschränkungen gelten weiter: Das Beisammensein ist nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt und den Personen eines einzigen anderen Haushalts gestattet. Bei den Treffen dürfen nicht mehr als 10 Menschen aus diesen Haushalten zusammenkommen. 
  • Achten Sie auf Hygiene: häufiges Händewaschen sowie Niesen und Husten nur in die Armbeuge. Ein benutztes Taschentuch sollte sofort entsorgt werden.
  • Im öffentlichen Nahverkehr und wenn Sie in Läden oder auf dem Wochenmarkt einkaufen, ist das Tragen einer Mund-und-Nasen-Bedeckung Pflicht. 

Das ist aktuell in Hamburg erlaubt:

Lebensmittel und Einzelhandel

Das Einkaufen im Einzelhandel, in Lebensmittelläden und auf Wochenmärkten ist möglich. Das gilt unabhängig von der Größe des Geschäfts, das die Zahl der Personen begrenzen muss (1 Kunde auf 10 Quadratmeter).  

Beim Einkaufen gelten die Abstands- und Hygieneregeln. Die Geschäfte müssen dafür sorgen, dass die Abstandsregeln eingehalten werden können. 

Das Abholen von bestellten Waren ist erlaubt. 

Auch Einkaufscenter dürfen öffnen, so dass man die Geschäfte dort erreichen kann – überall gelten die Abstandsregeln.

Friseure und Körperpflege

Friseure, Kosmetik- und Nagelstudios, Massagesalons und andere körpernahe Dienstleistungen wie Tattoo-Studios  dürfen öffnen.

Mitarbeiter müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Bei Tätigkeiten in Gesichtsnähe muss das Personal weitere Schutzmaßnahmen befolgen.  

Kunden müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen, so dass eine Infektionskette nachvollzogen werden kann.

Restaurants und anderes Gastgewerbe

Gastronomiebetriebe können öffnen, wenn der Mindestabstand zwischen den Gästen sowie die Hygieneregeln eingehalten werden.  

Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen, damit die Infektionskette bei einer möglichen Corona-Erkrankung nachvollzogen werden kann.  

Auch Kneipen, Biergärten, Cafés und Eisdielen dürfen ihren Kunden Sitz- und Stehplätze anbieten, sofern dabei der Mindestabstand eingehalten wird. Büffets sind nicht erlaubt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen beim Kundenkontakt eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Für Gäste gilt: Das Beisammensein ist nur mit Mitgliedern des eigenen und eines weiteren Haushalts erlaubt. 

Reine Bars, Vergnügungslokale und Shisha-Bars bleiben geschlossen.

Hotels und Ferienwohnungen

Die Übernachtung in Hamburg ist erlaubt, unabhängig vom Grund der Reise. Hotels, Pensionen und andere Anbieter sind verpflichtet, die Zimmerkapazität zu beschränken, für den nötigen Abstand zu sorgen und die Kontaktdaten der Gäste zu erfassen. Schlafsäle für mehr als 4 Personen sind nicht erlaubt.

Ein Frühstück darf nicht als Büffet, sondern nur an Tischen unter Wahrung des Abstands angeboten werden. 

Das Personal muss beim Kontakt mit den Gästen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Wellnessbereiche wie Sauna und Schwimmbad dürfen nicht genutzt werden.

Öffentlicher Nahverkehr 

U- und S-Bahnen sowie Busse fahren zuverlässig. Das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung ist hier verpflichtend. Soweit die räumlichen Verhältnisse es zulassen, müssen Personen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten.

Wer nachts unterwegs sein muss, kann den Shuttle-Service von Moia nutzen: Zwischen 0 bis 6 Uhr kann man mit einer gültigen HVV-Karte kostenlos durch das gesamte Hamburger Stadtgebiet fahren (4 Euro ohne HVV-Karte). Das gilt bis zum 25. Mai, wenn Moia wieder mit dem regulären Betrieb startet.

Auch Taxifahren ist möglich. Fahrgäste müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Fahrer müssen sie nur tragen, falls keine andere Schutzvorrichtung (z.B. Plexiglasscheibe) vorhanden ist. 

Autofahren

Tankstellen, Autowaschanlagen, Autowerkstätten sind geöffnet. Auch das Leihen eines Mietwagens ist möglich. Kauf und Verkauf von Autos sind erlaubt.

Fahrschulen sind geöffnet - informieren Sie sich, wie die Abstandsregeln umgesetzt werden und in welchen Situationen eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss.  

Reisebusse und Ausflugsschiffe

Busse und Schiffe für Touristen und Ausflügler dürfen wieder fahren. Alle Personen müssen an Bord eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und den Abstand halten. Damit es nicht zu eng wird, dürfen nur halb so viele Fahrgäste einsteigen wie möglich. Personen mit Symptomen einer Atemwegserkrankung dürfen diese Busse und Schiffe nicht nutzen.

Freizeit und Sport

Spazierengehen, Wandern, Joggen, Radfahren sind möglich – unter Einhaltung des Mindestabstands. Gemeinsame Aktivitäten sind nur unter Mitgliedern desselben Haushalts oder zusammen mit einem anderen Haushalt erlaubt.   

Alle privaten und öffentlichen Sportanlagen dürfen ihre Anlagen im Freien öffnen. Sport im Freien ist für alle Sportarten erlaubt, sofern das Training kontaktfrei erfolgt. Alle Sportlerinnen und Sportler müssen den Mindestabstand einhalten. 

Sofern der Mindestabstand eingehalten wird, können Sportkurse stattfinden.

WCs sind geöffnet, Umkleiden, Duschen und Clubräume bleiben geschlossen. 

Der Verleih von Fahrrädern, Booten und anderen Sportgeräten ist erlaubt.

Tierpark und Botanische Gärten 

Die Botanischen Gärten sowie der Tierpark Hagenbeck dürfen ihre Außenbereiche öffnen. Neben Maßnahmen zur Hygiene und zum Abstand muss auch die Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucher begrenzt werden. 

Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten

Diese Kultureinrichtungen dürfen für das Publikum öffnen. Sie müssen aber auf Hygiene, Abstandsmöglichkeiten und die begrenzten Besucherzahlen achten. Als Faustregel gilt: ein Besucher pro 20 Quadratmeter. Führungen, Veranstaltungen und das Öffnen des Museumscafés sind nicht gestattet. 

Autokinos dürfen unter Einhaltung der Regeln Filme zeigen. 

Spielplätze

Öffentliche und private Spielplätze dürfen zwischen 7 und 20 Uhr besucht werden. Kinder unter 7 Jahren dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen spielen. Erwachsene Begleiter und Jugendliche ab 14 Jahren müssen den Mindestabstand einhalten.

Kitas 

Kitas bieten eine Notbetreuung an. Sie steht allen offen, die auf eine Betreuung angewiesen sind. Dies gilt insbesondere, wenn die Eltern

  1. alleinerziehend sind,
  2. sich in einer persönlichen Notlage befinden oder 
  3. Tätigkeiten ausüben, die für unser aller Wohl unverzichtbar sind – zum Beispiel im Gesundheitswesen, bei der Polizei, als Kassiererin im Supermarkt oder als Erzieher.

Die Notbetreuung wird Schritt für Schritt erweitert. Ab dem 18. Mai werden auch Vorschulkinder betreut.

Einige Kitas bieten ein Mittagessen zur Abholung an. 

Da die Gruppen in der Kindertagespflege nur klein sind, können diese wieder besucht werden. 

Schule

Der persönliche Schulbesuch wird schrittweise und mit reduzierter Stundenzahl wieder ermöglicht.

Dabei sorgt die Schule für die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln sowie die Aufteilung in kleine Lerngruppen. Wo kein persönlicher Unterricht stattfinden kann, wird dieser durch Fern-Unterricht ersetzt. 

Schülerinnen und Schüler, die krank sind oder mit erkrankten oder gefährdeten Personen zusammenleben, werden von der Teilnahme am Unterricht befreit.

Eine Präsenzpflicht gibt es bei Prüfungen, die unter hohen Auflagen in den Schulen stattfinden. 

Studieren 

Das Semester läuft, das Studium ist online möglich. Ausgenommen sind Prüfungen und bestimmte Praxisveranstaltungen, wie zum Beispiel in Laboren – diese können unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen stattfinden.  

Lesen und sich informieren

Bibliotheken und Archive dürfen öffnen und achten auf Hygiene und Abstand. 

Kurse zur beruflichen Qualifizierung und privaten Weiterbildung

Der Besuch von Kursen zur beruflichen Qualifizierung sowie von Sprach- und Integrationskursen ist erlaubt. Volkshochschulen, Literaturhäuser und andere Bildungseinrichtungen dürfen unter Einhaltung der Abstandsregeln ihre Angebote unterbreiten. 

Für die staatlichen und privaten Bildungseinrichtungen gelten besondere Regeln zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr: Lerngruppen dürfen nicht mehr als 15 Personen umfassen und nicht miteinander gemischt werden.  

Arbeiten 

Sofern dadurch niemand gefährdet wird, können alle arbeiten gehen. Die Berufstätigkeit ist nicht auf Branchen beschränkt. Auch am Arbeitsplatz müssen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden – dafür muss der Arbeitgeber sorgen. In bestimmten Branchen kann Home-Office in Rücksprache mit dem Arbeitgeber eine Alternative sein, um die Gefahr der Ansteckung zu reduzieren. 

Pflegeheime und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

In Pflegeheimen sind Besuche zurzeit nicht möglich. 

Das wird sich aber am 18. Mai ändern: Dann dürfen Personen, die in Pflegeeinrichtungen wohnen, an mindestens einem Tag pro Woche für mindestens eine Stunde Besuch von einer einzigen Person  empfangen. Es soll immer dieselbe Person zu Besuch kommen und kein Wechsel stattfinden. Das ist wichtig, weil die Kontakte zu möglichen Infizierten aus Sicherheitsgründen deutlich reduziert bleiben müssen.

Sind weitere Besuchszeiten gewünscht, bedarf dies der Zustimmung des Trägers.  

Die Besuche dürfen grundsätzlich nur in Außenbereichen oder in dafür eingerichteten Besuchsräumen stattfinden. 

Besucher müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, sich vorab anmelden und die Abstands- und Hygieneregeln beachten.  

Bei der Sterbebegleitung sind Ausnahmen weiterhin möglich.

Menschen mit Behinderungen, die in besonderen Wohneinrichtungen leben, dürfen ab dem 18. Mai wieder Besuch empfangen. 

Kinder unter 14 Jahren und Personen mit Atemwegserkrankungen dürfen Pflegeheime und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung weiterhin nicht betreten.

Gottesdienste

In den Kirchen, Moscheen und Synagogen können Gottesdienste unter strengen Auflagen stattfinden. Dabei muss der Veranstalter allgemeine Hygienemaßnahmen anbieten und die Teilnehmerzahl so begrenzen, dass diese den erforderlichen Mindestabstand einhalten können. 
Wegen der besonders starken Übertragung der Viren über den Speichel und Tröpfchen beim Atmen ist das Singen und Spielen von Blasinstrumenten untersagt.   

Bestattungen und Trauerfeiern

Bei Beerdigungen darf der persönliche Kreis des Verstorbenen – enge Verwandte und Freunde – zusammenkommen. Voraussetzung ist,  dass der Abstand und die Hygiene eingehalten werden.

Wir alle tragen eine Verantwortung dafür, dass das Infektionsrisiko niedrig bleibt.  
Danke, dass Sie Abstand halten! Danke, dass Sie eine Mund- und Nasenbedeckung tragen und Rücksicht nehmen!

 

Quelle: Hamburger Senatskanzlei

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